Das Projekt ‚SensWatch‘ verfolgt das Ziel, einen innovativen, energieautarken Sensotransmitter zur Langzeitüberwachung von Wasserstoffinfrastrukturen zu entwickeln. Gefördert im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, zielt die Initiative darauf ab, die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz von Wasserstofftransport- und -verteilungsnetzen zu verbessern und gleichzeitig Installationsaufwand und Betriebskosten zu reduzieren.
Das Projekt startete offiziell mit einem Kick-off-Meeting am 13. Januar, bei dem die Projektpartner die gemeinsame Forschungsarbeit aufnahmen. SensWatch konzentriert sich auf die Entwicklung einer neuen Generation von Sensotransmittern, die ohne externe Stromversorgung betrieben werden können. Stattdessen gewinnt das System Energie direkt aus der Wasserstoffleitung und überträgt die Messdaten drahtlos an zentrale Überwachungssysteme.
Die modulare Transmitterarchitektur ist auf Flexibilität und zukünftige Skalierbarkeit ausgelegt. Sie ermöglicht die Integration verschiedener Schnittstellen und Kommunikationsprotokolle in bestehende und zukünftige digitale Infrastruktursysteme. Das Sensormodul wandelt Rohmesssignale in verarbeitbare Daten um, während das Funkmodul die Daten für externe Überwachungsplattformen aufbereitet und überträgt.

Das modulare Design erlaubt zudem eine Erweiterung über die reine Drucküberwachung hinaus. Zukünftige Konfigurationen könnten Sensoren für Temperatur, Wasserstoffkonzentration, Leckageindikatoren oder Durchflussmessungen integrieren. Damit eröffnet SensWatch Perspektiven für eine umfassendere Überwachung von Wasserstoffleitungsnetzen und für eine stärkere Digitalisierung und Vernetzung kritischer Energieinfrastrukturen.
SensWatch wird von einem starken Konsortium aus Industrie- und Forschungspartnern
realisiert: ONTRAS Gastransport GmbH bringt Expertise im großtechnischen Wasserstofftransport ein; PRIGNITZ Mikrosystemtechnik GmbH entwickelt fortschrittliche Wasserstoffsensor-Komponenten; ANDUS ELECTRONIC GmbH liefert miniaturisierte Elektronik und PCB-Integration; das Fraunhofer IKTS entwickelt keramische Mikrokomponenten und Mikrosysteme auf Basis der Multilayer-Keramiktechnologie.
5Micron GmbH ist für die komplette Datenkommunikation, d.h. Datenakquirierung aus den Energie- und dem Sensormodul sowie der Aufbereitung und Verabreitung, Aufbau eines Funkmoduls sowie dem Aufbau der Kommunikationsstrecke verantwortlich. Das Projekt wird zusätzlich von Open Grid Europe unterstützt und das Forschungszentrum Jülich GmbH vertritt das BMWK und fachlich begleitet.
Durch die Kombination fortschrittlicher Sensortechnologie, autonomer Energieversorgung
und robuster Systemintegration unterstützt SensWatch den sicheren Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und trägt zur Entwicklung einer widerstandsfähigen und nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft bei.
